Einfach mal "Nein" sagen

September 2010 - Es ist eigentlich erschütternd: Seit 20 Jahren versuchen engagierte Persönlichkeiten in der Chemischen Industrie und bei Logistikdienstleistern, die berechtigten Forderungen nach Sicherheit und Qualität beim Transport chemischer Güter zu definieren, zu harmonisieren und ihre Überprüfung zu systematisieren – ich spreche von SQAS, dem Safety and Quality Assessment System –, fast alle machen mit, doch die positiven Auswirkungen bleiben aus. Sicher, die Anzahl von Un- und Vorfällen konnte so reduziert werden. Auch Fortschritte bei der Arbeitssicherheit können verzeichnet werden. Aber SQAS ist kein Maßstab für die Vergleichbarkeit geworden, was sich in Ausschreibungen der Chemischen Industrie dann zeigt, wenn einzig über Preise verhandelt wird.


Wer sich dieses womöglich unbestimmten, subjektiven Gefühls bislang nicht sicher war, der erhält jetzt seine Bestätigung durch eine Marktstudie*, die im Auftrag der gela-Redaktion erfolgte. Sie zeigt, dass auch die viel gerühmte Responsible Care-Initiative der Chemischen Industrie zielsicher an der Transportrealität vorbeizugehen scheint. Der Traum von der respektvollen Kooperation des Verladers mit Logistikern oder sogar deren Integration in die Supply Chain bleibt ganz wenigen – wahren – Partnerschaften vorbehalten. Die anderen Spediteure üben sich in Selbstmitleid, sie suchen hektisch nach der auskömmlichen Nische und hoffen, nicht zu den wirtschaftsdarwinistischen Evolutionsbremsen zu gehören, die hoffentlich bald vom Markt verschwinden. Doch Marktbereinigung funktioniert nicht nach dem Prinzip Hoffnung!


Das Klima wird nicht angenehmer, der Umgangston noch rauher werden. Logistiker, die das (finanzielle) Rückgrat dazu haben, sollten künftig zu einem "unmoralischen" Vertragsangebot einfach mal "Nein" sagen.

* siehe Seite 22 in der aktuellen Ausgabe.

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