Rufer in der Wüste

Es ist schon ziemlich deprimierend: Wo man auch hinschaut, läuft irgendwas nicht so, wie es sollte. Da spricht man vom "gesunden Menschenverstand", mit dem das Eine oder Andere mutmaßlich funktionieren sollte, doch scheint der nicht sonderlich weit verbreitet zu sein oder eingeschränkt in der Anwendung. Shit happens – das ist so und wird nach Murphy auch immer mal wieder so sein, selbst wenn ganz hart an Maßnahmen zu dessen Verhinderung gearbeitet wird. Was mich aber an dieser Stelle erneut veranlasst, Erinnerung wachzurufen, sind Situationen, die nicht auf dummen Zufall, Pech oder Schicksal zurückzuführen sind, sondern auf dreiste Ignoranz und Vorsatz. Nein, ich will hier nicht die Thematik des Hauptstadtflughafens anführen – das ist mir als Gag inzwischen zu billig.

Es ist mehr die Frage, wie lang eine "Übergangszeit" dauert. Die hatte das Verwaltungsgericht Braunschweig dem Gesetzgeber vor nunmehr drei Jahren eingeräumt, um dem Lufttransport gefährlicher Güter mit allem Drum und Dran eine Rechtsgrundlage zu schaffen. Nach 40 Jahren quasi rechtsfreien Raums war das eine – wie ich finde – sehr großzügige Geste. Doch leider wurde und wird diese Geste nicht genutzt.

Beim Luftfahrtbundesamt wurde zwar bereits vor anderthalb Jahren der Entwurf einer GGV Luft erstellt, doch wäre dieser – der allgemeinen Rechtsentwicklung folgend – inzwischen erneut zu überarbeiten. Allerdings könnte man fragen "Wozu das?". Schließlich ist im nominell zuständigen Referat LF 16 des BMVI nur ein leerer Arbeitsplatz vorhanden. Dort tut sich nichts, seit der vorherige Sesselnutzer eine "politische" Aufgabe in Berlin erhalten hat. Unter uns: Es tat sich auch während seines Aufenthaltes in Bonn nichts. Es gab noch nicht einmal Sondierungsgespräche mit dem Justizministerium zur Umsetzung der ICAO-Vorschriften.

Der "Mahner und Warner" ist eine Figur der Machtlosigkeit. Er kann Zeichen deuten und in Worte fassen, mehr nicht. In ihm verkörpert sich die Machtlosigkeit der besseren Einsicht.

Gefahrgut-Newsletter-Mockup.png
ecomed-Storck Gefahrgut

Rund um Gefahrgut bestens bedient: Der Newsletter Gefahrgut bringt Sie wöchentlich auf den aktuellen Stand mit top-aktuellen Meldungen von gefahrgut.de. Tipps zu unseren Produkten und Veranstaltungen sowie hilfreiche Hintergrundinfos erhalten Sie monatlich in einer Spezial-Ausgabe. So bleiben Sie in Sachen Gefahrgut auf dem Laufenden!

Kontakt & Service

E-Mail: kundenservice@ecomed-storck.de | Telefon: +49 (0)89 2183-7922 | Telefax: +49 (0)89 2183-7620

News | Aktuelle Ausgabe | Downloads | Alle Hefte | Bestellen & Abo | Servicehefte | Team | English version | Shop

Verlag | Kontakt | Mediadaten |Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Online-Angebote der ecomed-Storck GmbH

gefahrgut.de | der-gefahrgut-beauftragte.de | gefahrgut-foren.de | adr-2019.de