Alle Treffer anzeigen
Dieses Fenster schliessen

M307 in Deutschland anwendbar

Die neue Multilaterale Vereinbarung erleichtert die Beförderung von beschädigten oder defekten Lithiumbatterien und ist ein Vorgriff auf das ADR 2019.

30.11.2017 | Landverkehr - ADR, RID und ADN

(mih) Das Vereinigte Königreich hat die von Deutschland vorgeschlagene Multilaterale Vereinbarung M307 als zeitweilige Abweichung gemäß Abschn. 1.5.1 ADR gezeichnet. Das hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im VkBl. 2017 S. 955 bekannt gemacht. Die M307 betrifft die Beförderung von beschädigten oder defekten Lithiumbatterien, die unter normalen Beförderungsbedingungen zu einer schnellen Zerlegung, gefährlichen Reaktion, Flammenbildung, gefährlichen Wärmeentwicklung oder einem gefährlichen Ausstoß giftiger, ätzender oder entzündbarer Gase oder Dämpfe neigen (UN 3090, UN 3091, UN 3480, UN 3481); die M307 ist gültig bis 31. Dezember 2018.

Abweichend von den Bestimmungen laut Sondervorschrift 376 sollen die o.g. Lithiumzellen und -batterien, die nicht mehr dem gemäß Handbuch Prüfungen und Kriterien geprüften Typ entsprechen, nur befördert werden dürfen, wenn sie gemäß der im Anhang I oder II zur M307 aufgeführten Verpackungsanweisung verpackt sind.

Der Regelungsinhalt ist ein Vorgriff auf das ADR 2019. Darin werden neu diese beiden Verpackungsanweisungen als P911 und LP906 enthalten sein.


Newsletter abonnieren